Brandneu: Programm/Ausbildung/
Fortbildung 2008
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IBP-Zeitung und Programm 2007

InterviewEin Gespräch über die Bedeutung von Fragen in der Psychomotorik zwischen Patrizia Kronthaler (Psychomotorik-Interessierte) und Michael Passolt (Gründer und Leiter des Instituts für Bewegungsbi ldung und Psychomotorik ) |
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Patrizia Kronthaler |
Michael Passolt |
| Sag mal Michael, Fragen haben ja eine große Bedeutung. Wie äußert sich das für Dich in der Psychomotorik, ganz praktisch? |
Da hab ich von Armin Maiwald, dem Macher aus der ‚Sendung mit der Maus’ gelernt. Wenn er eine Sachgeschichte anfängt, dann stellt er sich ganz dumm, staunend, fragend, unwissend. Und dann probiert er aus. Zum Beispiel mit einem Bohrer die Löcher in den Käse zu bohren, und er fragt: ‚Geht das so? Kommen so die Löcher in den Käse?’ Natürlich nicht, aber der Reiz ist jetzt da, denn wir werden neugierig. Wir fragen uns dann. wie geht das. Und das gleiche passiert auch bei den Kindern. Da müssen wir ansetzen, bei dieser Neugier, gierig nach Neuem zu werden. |
| Ist es das, was Du mit Deiner ‚Columbo-Methode‘ meinst? |
Genau. Ich habe sie in meinem Buch zur Psychomotorik so benannt, weil Inspektor Columbo aus der Krimiserie genau so vorgeht: Er stellt sich dumm, manchmal naiv, lenkt durch sein scheinbar belangloses Gerede ab und kommt dann mit der Frage: „Ach, was ich noch fragen wollte…“,“Nur eine Formalität…“. So machen wir PsychomotorikerInnen das auch… |
| …Wie meinst Du das…? |
Unsere Praxis - und Diagnostik gehört da auch dazu - ist wie ein Puzzle, das wir Stein für Stein zusammensetzen. Da müssen wir Fragen stellen, wie Columbo. Fragen, die die Kinder und unsere Arbeit begleiten. Nicht direkt und bohrend fragen, sondern im Nebensatz fragend begleiten. Wir dürfen nie dahin kommen, zu meinen, alles zu wissen, denn das gibt es nicht. Mit jeder neuen Frage wächst unser Wissen um ein Stück mehr. Und wir sind natürlich gespannt, wie viel wir herausbekommen… . |
| Welchen Stellenwert hat für Dich die Columbo-Methode in Bezug zur Psychomotorik? |
Sie ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Manchmal denke ich mir, mit welchem Verständnis habe ich eigentlich früher gearbeitet, als es sie vom Namen und von der inhaltlichen Bedeutung so für mich noch nicht gab? Ohne sie kann ich mir Psychomotorik nicht mehr vorstellen. Es ist eine Haltung. |