Bilder Psychomotorik

SYMPOSION 2018:

Symposion 2018


Pure Leidenschaft
PsychoMotorik

Fr./Sa., 6. – 7. April 2018 in Gröbenzell bei München

„Aber die Kinder kamen noch aus einem anderen Grund so gerne in das alte Amphitheater.
Seit Momo da war, konnten sie so gut spielen wie nie zuvor.
Es gab einfach keine langweiligen Augenblicke mehr.
Das war nicht etwa deshalb so, weil Momo so gute Vorschläge machte.
Nein, Momo war einfach nur da und spielte mit.
Und eben dadurch – man weiß nicht wie – kamen den Kindern selbst die besten Ideen.
Täglich erfanden sie neue Spiele, eines schöner als das andere.“

Michael Ende (1973): Momo, Stuttgart: Thiemann, S.23

HERZLICH WILLKOMMEN ZU UNSERER TAGUNG!
 

ANMELDUNG – VERANSTALTUNGS-ORT

IBP - Institut für Psychomotorik, Michael Passolt, Artilleriestr. 15, 
D-80636 München, E: info@ibp-psychomotorik.de, ibp-psychomotorik.de
Veranstaltungsort: Sporthallen im Freizeitzentrum,
Wildmoosstr. 36, D - 82194 Gröbenzell

>> zur Online-Anmeldung

ABLAUF SYMPOSION 2018

 
FREITAG, 6. APRIL 2018
   
ab 14:00 Uhr Öffnung des Tagungsbüros
15:00 Uhr Begrüßung
15:00 – 15:30 Uhr Beginn: ‘Poesie des begangenen Raumes’
16:00 – 17:30 Uhr Workshops 1
17:45 – 18:10 Uhr GROOVE: “SLOW DOWN”
   
SAMSTAG, 7. APRIL 2018
   
8:45 – 9:10 Uhr GROOVE: “WAKE UP”
9:30 – 11:00 Uhr Workshops 2
11:30 – 12:30 Uhr 1. Vortrag: Prof. Dr. Holger Jessel, Heidelberg
  Mittagspause
13:45 – 15:15 Uhr Workshops 3
15:30 – 16:30 Uhr 2. Vortrag: Dr. Andreas Weber, Berlin
16:30 – 17:00 Uhr Susie Wimmer/Michael Passolt:
Miteinander in Verbundenheit, Schlussworte
   

SYMPOSIONSGEBÜHR:

130,- € (Frühbucherrabatt bis 06.02.2018), dann 160,- €

Bitte bedenken Sie, dass wir Teams, Ausbildungsgruppen, allg. kollektiven Anmeldungen eine Gruppenermäßigung ermöglichen, auch eine 3:4-Regelung ist möglich. Bitte fragen Sie beim Institut an. Die Plätze werden nach Eingang der Anmeldungen vergeben!
In der Gebühr sind enthalten:

  • 2 Vorträge (zu je 60 min.)
  • 2 x GROOVE
  • 2 Workshops (zuje 90 min.)    
  • Beginn: ‚Poesie des begangenen Raumes‘ und Abschluss

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, gegen eine Gebühr von 30,- € einen weiteren, dritten Workshop zu buchen.

>> mehr Informationen in unserem PDF-Flyer <<

>> zur Online-Anmeldung

HAUPTVORTRÄGE:


HAUPTVORTRÄGE


Prof. Dr. phil. HOLGER JESSEL, Heidelberg

„Navigieren in schwierigen Gewässern“ – Psychomo
torik als Kompass und Anker

Wir leben in bewegten Zeiten. Zahlreiche Aspekte unseres Lebens sind durch Veränderung, Unvorhersehbarkeit und Mehrdeutigkeit gekennzeichnet. Daraus können Gefühle der Überforderung und Verunsicherung resultieren. Wir werden zurückgeworfen auf mindestens zwei Fragen: Wer oder was weist uns den Weg? Wo und wie können wir uns in dieser Unübersichtlichkeit verankern?
Im Vortrag wird das Potenzial der Psychomotorik für die Bewältigung dieser Herausforderungen beleuchtet. Welche Bedeutung haben Körper, Leib und Bewegung für unsere Orientierung in der Welt? Welchen Stellenwert haben psychomotorische Interventionen für die Entwicklung von Handlungsfähigkeit und Gestaltungskraft? Welche Haltungen bieten Halt für gelingende Schritte in die Zukunft?

 

Dr. phil. ANDREAS WEBER, Berlin

Erotische Ökologie.
Zu einer Kultur des Lebens und der Liebe zum Leben.

Ohne Bindung kein Leben. Von der Zellteilung bis zur Kindererziehung können wir alle Vorgänge im Lebensreich als Beziehungsvorgänge verstehen – und von ihnen lernen. Denn immer müssen zwei unterschiedliche Standpunkte so in Einklang gebracht werden, dass etwas ganz Neues entsteht, was alles Vorherige enthält und zugleich anders definiert. Das ist ein körperlicher, sinnlicher Prozess, an dem wir selbst mit Haut  und Haaren teilnehmen: eine schöpferische Verwandlung. In einer ökologischen Sicht ist Lieben eine Praxis des Interessenausgleichs, die zu mehr Lebendigkeit führt und dabei das Scheitern von vorne herein in Kauf nimmt. Erfolgreiche Bindung heißt so immer zweierlei: Ohne Angst lebendig sein – und mutig sterben lernen.


WORKSHOPS



HANS J. BEINS, Sportpädagoge, Leiter der Rheinischen Akademie im Förderverein Psychomotorik, Bonn

Wenn Krippenkindern leidenschaftlich spielen - Psychomotorik für die Kleinsten

Kleine Kinder brauchen genügend Zeit und Raum für lustvolle Bewegung und selbsttätiges Handeln. Auf dieser Basis entwickeln sie eine große Spiel- und Entdeckerfreude. Erwachsene schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Kinder die Welt begreifen und erfassen können.
Die psychomotorische Praxis hält tolle Spielanlässe bereit, die auch den Kleinsten viel Bewegungs- und Spielfreude eröffnen. Der Veranstaltung gibt vielfältige Praxisanregungen und filmische Einblicke, wie Psychomotorik mit Kindern ab einem Jahr umgesetzt werden kann.
Die Schwerpunkte:
-    Spielen und Bewegen mit Alltagsmaterialien
-    Spiele und Ideen zur Wahrnehmung
-    Spannende Anregungen zur Feinmotorik


MICHAELA BOSCH, staatl. anerk. Erzieherin, Psychomotorikerin (IBP)®, arbeitet in einer heilpädagogischen Tagesstätte mit Kindergarten und Hort, München


„Hortkinder – bewegte Kinder“
Bewegung bewegt... miteinander...Leib und Seele


Im Tätigkeitsfeld Hort befindet man sich mit den Kindern einerseits in einem Spannungsfeld zwischen Schule/Leistung und Hausaufgaben, andererseits aber auch mit dem Wunsch nach Freizeit, Gruppenerlebnis und befreiender Freude miteinander. Wie kann Psychomotorik in diesem Spannungsfeld den einfühlsamen Rahmen für positive und stärkende Bewegungserlebnisse vermitteln ?
Setzen Sie sich mit mir gemeinsam in Bewegung!


ULRICH BRUHN, Sportpädagoge, Klinischer Bewegungstherapeut (EAG), Lehrteam IBP, München

Parkour für Kinder und Jugendliche

Laufen, Rollen, Springen, Klettern, Fallen, Balancieren…   Parkour beinhaltet, sich möglichst effizient unter Ausnützung aller körpereigenen Ressourcen auf einem hindernisreichen Weg fortzubewegen und dabei eigene kreative Ideen und Bewegungen zu erproben, es gilt, den „eigenen Weg“ zu finden.
Dabei fördert die wettkampffreie Atmosphäre und individuelle Ausrichtung ein Erlernen der realistischen körperlichen Selbsteinschätzung und die Überwindung von  Ängsten, ohne die eigene Grenze zu überschreiten, wobei der Spaß an der Bewegung im Vordergrund steht.
Im Workshop wird vermittelt, wie sich ein Parkourtraining in der Halle für Kinder und Jugendliche spielerisch gestalten läßt, die noch über keine oder sehr wenig Vorerfahrung in diesem Bereich verfügen.


MARTINA HELMS-PÖSCHKO, Systemische Familienberaterin S.G., Psychomotorikerin (IBP)®, Psychomotorischen Praxis PONTELINO, Schorndorf

Psychomotorik trifft Religionspädagogik

Das Abenteuer, biblische Geschichten zusammen mit Kindern und mit psychomotorischen Elementen zu verknüpfen ist eine sehr bedeutsame, wertvolle und schöne ganzheitliche Arbeit.
Die Kinder können in ihrer Arbeit ihre eigenen Ideen einfließen lassen und erleben sich als selbstwirksam im sozialen Miteinander und in der materialen Erfahrung. Dieser worksphop möchte Lust machen auf vielfältige Abenteuer, die sich in biblischen Geschichten zeigen.

Prof. Dr. phil. HOLGER JESSEL, Heidelberg

„Gewalt bewegt – Wege aus der Gewalt“ – 
Perspektiven der psychomotorischen Gewaltprävention


Gewalt gehört zu den schwierigsten gesellschaftlichen Phänomenen überhaupt. Sie ist immer und voraussetzungslos verfügbar. Ihre Anwendung hat oft gravierende Konsequenzen. Ihre Entstehungsbedingungen sowie die Möglichkeiten der Prävention und Intervention werden kontrovers diskutiert.
Da Gewalt in ihrem Kern unmittelbar an die Körperlichkeit, Leiblichkeit, Emotionalität und die Beziehungserfahrungen der Akteure gebunden ist, ist die Psychomotorik ein idealer Zugang zur Gewaltprävention.
In diesem Workshop werden wir uns neben theoretischen Aspekten (was ist Gewalt, was ist Aggression, welche Formen gibt es, wie lassen sie sich verstehen?) vor allem mit praktischen Handlungsmöglichkeiten in der Psychomotorik auseinandersetzen.


RUDOLF LENSING-CONRADY, Referent der Rheinischen Akademie, Bonn

Mathe! Da bewegt sich was!? Vom Körperraum zum Zahlenraum.

Ohne Frage sollten Menschen rechnen können und eine Vorstellung von Zahlen und ihren Zusammenhängen haben. Doch wann und wie lernen wir das? Ist es hilfreich, bereits im Kindergarten das 1x1 zu üben, oder ist die häufige und vielseitige Bewegung die bessere Vorbereitung? Aber: was hat Bewegung mit Mathematik zu tun? Im Workshop wird dieser Zusammenhang verdeutlicht und in lebendigen Praxisbeispielen für die TeilnehmerInnen erlebbar.

Aktuelle Veröffentlichung:
Mathe bewegt! – Vom Körperraum zum Zahlenraum. Verlag modernes lernen, Dortmund 2015


FELIX RAHM, Psychomotoriker (IBP)®, Lehrteam IBP, arbeitet als Motopäde in einer Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Bamberg

Wild aus Leidenschaft!
Körper- und Sozialerfahrung durch spielerisches und kontrolliertes Kämpfen


Die Betreuung von „wilden“ Kindern soll kein Leiden schaffen und erfordert deswegen ebenso leidenschaftliche Bezugspersonen, die wilde Situationen kompetent und mitfühlend begleiten können.
In diesem workshop wollen wir es wagen, uns selbst in wilde Situationen zu begeben und wieder einmal zu erleben, was es heißen kann, Stand halten zu müssen, aufs Kreuz gelegt zu werden, Position zu beziehen oder Widerstand zu leisten…


RUPERT SCHOCH, Motopäde/Mototherapeut, verbindet Rhythmik, SI, Psychomotorik zu einer musisch orientierten Entwicklungsbegleitung, Hamburg

Sing Seele sing -  easy sing©

Mit einfachen Liedern aus aller Welt stimmen wir uns ein und singen dann die Lieder, die aus unseren Herzen und aus der Seele kommen wollen. Für alle, die mal wieder aus Herzenslust mit anderen Menschen zusammen singen und in Klängen baden wollen.


ULLA STEGEMANN, MA Erziehungswissenschaften, Dipl. Sportlehrerin, Psychotherapie (HPG),
Lehrteam IBP, Berli

„Von Herzen spielen“ (Donaldson)
 
Der berufliche Alltag einer pädagogischen Fachkraft ist hochkomplex und voller Anforderungen. Da ist oft wenig Raum und Zeit für eine genaue und ruhige Beobachtung und Begleitung der Kinder im Einzelnen. Dieser Workshop möchte Gelegenheit bieten, die Besonderheiten des psychomotorischen Konzeptes des IBP, insbesondere der psychomotorischen professionellen Haltung genauer zu betrachten, um die faszinierenden, lustvollen, hoch emotionalen Entwicklungsphasen der Kinder wahrzunehmen, zu begleiten und zu bestaunen. In Anlehnung an ‚Watch, Wait and Wonder‘ werden anhand von Filmmaterial und Beispielen aus dem Arbeitsalltag Möglichkeiten erarbeitet, um wieder mehr Zugang zu den eigenen Ressourcen zu finden, wieder mit mehr Begeisterung und Lust die Kinder in ihrer psychomotorischen Entwicklung bewusst und mit Freude zu erleben.
Lassen Sie sich überraschen, was da in Ihnen schlummert.


FIDO WAGLER, Diplom-Motologe, Lehrer Sek II, Gründung LAK Tanz, Hessen
und Tanzhaus Wosien, Marburg

Tänze der Völker – aus der Reihe tanzen

Ich möchte einladen zu einer Tanzreise durch Europa, sogar ein kleiner Ausflug über unseren Kontinent hinaus kann gewagt werden.
Ich habe in Griechenland beobachten können, dass Familien und ganze Dörfer zusammen feiern, sie teilen Stolz und Ausgelassenheit, Melancholie und Ordnung in ihrem traditionellen Tanz. Die Gemeinschaft im Schwung der Musik gewährt dem jeweils Ersten im Reigen „die Bühne“ sich besonders zu zeigen – aus der Reihe zu tanzen. In den Ländern des Balkans und Osteuropas gehört diese Art Feste zu feiern zur Lebensgewohnheit. Wir als Touristen konnten Feste und diese Tänze als kulturelle Schätze bewundernd kennen lernen und so haben sie bei uns sozusagen eine neue Heimat gefunden samt unseren ausländischen Mitbürgern!
Der Tänzer und Pionier Bernhard Wosien (1908-1986), Solotänzer auf bedeutenden Bühnen Deutschlands hat nach Reisen durch den Balkan uns ab den sechziger Jahren mit vielen dieser wunderbaren Tänze an der Universität Marburg, in München und Findhorn/ Schottland begeistert. Mich beeindruckt immer wieder, wie Tänze Ausdruck einer Gemeinschaft sein können, im Alltag und am Sonntag!
Ich lade ein zum rhythmisch-fließenden Kalamatianós aus Griechenland, Horo aus Bulgarien und englischen „Countrydance for as many as will“, zum feurigen Kolo aus Serbien und russischen Chorovod mit lyrischen Schreiten.

Dr. phil. ANDREAS WEBER, Biologie und Philosophie, Freier Autor, Schriftsteller und Dozent, Berlin

Erotik der Sinne. Durch Berührung zur Naturverbindung

Wissenschaft heißt heute meist, rational nachdenken und empirisch forschen. Darauf beruhen unsere offiziellen Kenntnisse der Natur. In diesem Workshop soll es um etwas anderes gehen: Unbraining, Fühlen, Körper sein. Andere Wesen sind Körper wie wir, und über unsere Sinne haben wir einen unmittelbaren Zugang zu ihrer Wirklichkeit. Auch – wissenschaftliche – Studien beweisen, dass der unmittelbare Sinneskontakt mit anderen Wesen Krankheiten heilen und Stress reduzieren kann. Im Workshop werden verschiedene Berührungssweisen geübt und die resultierenden Erfahrungen besprochen.


SUSIE WIMMER, ist aktiver Clown in Krisengebieten, Mitbegründerin
'Clowns Without Borders International', KlinikClown, Dozentin, Regisseurin, München
Jedes Lachen vermehrt das Glück auf Erden' (Jonathan Swift)

Sinn im Unsinn, unmögliche Möglichkeiten im Überlebensmittel Clown

Nach mehr als 4000 Vorstellungen verschiedenster Art und Funktion in über 20 Ländern hat sich mir ‚Clown’ als bestes Überlebensmittel gezeigt. Wenn es eine Funktion der Kunst ist, den Menschen mit dem Leben, seiner Realität zu versöhnen, könnte eine Aufgabe des Clowns sein, den Menschen mit sich zu versöhnen: Sich, wie anderen die Erlaubnis zu geben es zu sein:
Ein göttlicher Mensch: Offen, neugierig, aufrichtig, direkt, naiv, wertfrei, verrückt, verspielt, wild, zart,...man selbst,... gegenwärtig in allen Facetten.
Zu allem ja zu sagen, stärkt die Fähigkeit absurd zu denken, spart Zeit und Aufmerksamkeit, erschließt den tiefen Sinn im Unsinn und schafft unmögliche Möglichkeiten (In Kathmandu stand an einer Hauswand: “Impossible itself says I’m possible.“)
Sich im Lachen/Staunen mit anderen, mit dem Leben, mit sich zu verbinden, bringt Kindern/Menschen in Krisengebieten, -situationen die Erinnerung an positive Aspekte des Lebens zurück. Resilizienzstärkung, die - leidenschaftlich absichtslos womöglich Spaß macht.

Susie Wimmer, ist derzeit aktiver Clown ohne Grenzen (Indien, Nepal, Rumänien, Türkei, Litauen, Iran) und 2.Vorstand im ‚Clown ohne Grenzen e.V‘. Sie ist Mitbegründerin der ‚Clowns Without Borders International‘, ‚KlinikClown‘, seit 1985 Tänzerin, Performancekünstlerin, Schauspielpatientin der ärztlichen Gesprächsführung der TU München, Choreographin, Regisseurin (http://paradeis-productions.com/cv_de.html) und improvisiert leidenschaftlich gern. Sie hält weltweit Vorträge und gibt Workshops für Clownerie, Improvisation und Akrobatik., München.

BEWEGTE AKTIVITÄTEN



MAIKE SCHUMACHER, staatlich gepr. Gymnastiklehrerin, zertifizierte
GROOVE™ Trainerin, München

GROOVE (Fr.): “SLOW DOWN” und GROOVE (Sa.): “WAKE UP”


Gute Musik, verschiedene Tanzstile, einfache Bewegungen und viel Spaß ! Das -und noch viel mehr- ist GROOVE. Eine ganz einfache Tanzstunde, in der sich jeder im eigenen Stil und mit viel Kreativität und Freude bewegen kann. Es gibt keine komplexen Choreographien, dafür Wohlgefühl, Lachen, Schwitzen und ein tolles Körpergefühl.
FIDO WAGLER, Diplom-Motologe, Lehrer Sek II, Marburg

Beginn: ‘Poesie des begangenen Raumes

Mit der Tanzform „Aufzug“ können Feste sprichwörtlich und tatsächlich begangen werden: eine ganze Festgesellschaft beginnt unter der Führung des ersten Tanzpaares mit festlicher Musik zu Zweien in langen Reihen einander folgend den Saal zu umrunden, durchschreitet den gesamten Festraum von einem zum andern Ende in kunstvollen und vielfältigen Figuren: Paare trennen sich eins nach dem andern, umschreiten in zwei Reihen rechts und links herum den Raum, treffen sich überraschenderweise wieder, drehen sich umeinander um sich erneut in langen Reihen wieder zu finden, plötzlich eine Aufdoppelung zu Vieren, zu achten, drehen im Stern, in Windungen um im alles umfassenden Kreis zu enden.

Mäander werden zu Labyrinthen, Kreise zu Quadraten, Ketten zu gegenläufigen Schwüngen  nach geplanter oder auch spontan entwickelter Choreographie des führenden Paares.

Über alle Grenzen hinweg gehört der Aufzug zu den Welttraditionen. Menschen treffen sich zu festlichen Anlässen, sei es eine Hochzeitsgesellschaft, ein Fasnachtsumzug, eine Fronleichnamsprozession oder in einer Polonaise, so genannt seit der Zeit des Barock an den Höfen der höheren Gesellschaftsgruppen. Und auch heute findet man unter „you tube“ viele Einträge von polnischen Jugendlichen, die auf den Straßen ihre Schul- und Studienabschlüsse feierlich so feiern.

Georg Götsch (1985-1956), Gründer der „Musischen Gesellschaft“ auf der Burg Fürsteneck bei Fulda, gilt als Wegbereiter des Aufzuges; der Arbeit des jugendbewegten Musikers und Tänzers verdanken viele Menschen diese poetische Begegnung.
Anfang der 1980er Jahre lernte ich den Aufzug von Karsten Evers auf der Burg kennen.

Download des Flyers SYMPOSION 2018 als pdf-datei (Größe ca. 2,5 MB)

>> zur Online-Anmeldung

Zusatzqualifikation Psychomotorik
Grundkonzept Psychomotorik
Seminarprogramm 2008 Psychomotorik
Fachtagung 2018
Psychomotorische Therapie
Artikel Archiv zur Psychomotorik
Tango Argentino
© 2008 IBP Psychomotorik
Kontakt | Impressum | Datenschutz | Email