Inhalt Workshops 2
Samstag, 10.4.2010 - 9.45 – 11.15 Uhr
2-A Beate Weber, (Institut FIPS), Bielefeld
„Gemeinsam und nicht einsam ist hier gemein (t) – Spiele, die auch Erwachsene mögen“
Immer mehr Erwachsene haben das Spielen verlernt oder gar nicht gelernt. Egal, ob ein Elternabend in der Einrichtung zu gestalten ist oder die Eltern zu Hause angesprochen werden: Es werden Spiel vorgestellt, die schnell umsetzbar sind, wenig Aufwand und Material benötigen und aus verschiedenen Kulturen und Zeitepochen kommen. Der Spaß und die Freude sollen zur Wiederholung anregen, den Ideenreichtum an Spielen erweitern und Eltern zum gemeinsamen Tun mit ihren Kindern inspirieren.
Beate Weber, Diplom-Heilpädagogin, Leiterin des Fortbildungsinstituts für Psychomotorik (FIPS) und therapeutische Mitarbeiterin an der Psychomotorischen Förderstelle Bielefeld
2-B Kathleen Bornfleth, (IBP), München
Wir spielen ‚Spiele erfinden’
Es gibt tausende Spiele-Bücher – und vielleicht Millionen Spiele im Internet zum downloaden. Warum sollten wir mit den Kindern selbst ein Spiel erfinden?
weil es Spaß und Spannung bedeutet!
weil „Spiele erfinden“ bereits ein Spiel ist, ein gemeinsamer kreativer Prozess!
weil es eine Weltneuheit, eine Einmaligkeit, vielleicht sogar ein magischer Moment ist!
weil damit etwas wert-volles geschaffen wird!
weil es ein wunderbar befriedigendes Gefühl ist!
Die Spielerfinder haben die Möglichkeit, sich mit einem Thema, das berührt, auseinanderzusetzen und erfahrbar zu machen. Neben dem Stolz über das eigene Produkt, ermöglicht die Einzigartigkeit des erfundenen Spiels eine besondere Identifikation. Im Workshop werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie spielbestimmende Elemente (Material, Alter der Kinder, Gruppengröße, Regeln, Geschichten als Rahmenhandlungen etc.) als Impulse für den Findungsprozess dienen können. Im Vordergrund steht die Lust am gemeinsamen Kreativ sein, Ideen entwickeln, Ausprobieren und Erleben der neu erfundenen Spiele.
Kathleen Bornfleth, München, Dipl. Pädagogin, Psychomotorikerin, integrative Therapeutin für Kinder und Jugendliche (FPI/ EAG), Lehrteammitglied am IBP, München
2-C Hans J. Beins, (Rheinische Akademie), Bonn
„Verspielt? – Spielen ist lustvolles Lernen“
Verspielte Kinder balgen miteinander, fangen sich gegenseitig und lassen keine Pfütze aus. Wenn sie interessante Gelegenheiten haben, erschließen sie sich ihre Welt im bewegten Spiel. Ob im Kindergarten, der Schule oder der Psychomotorik-Stunde – Erwachsene sollten Spielräume für selbsttätiges, bewegtes Handeln schaffen. Die Spiel- und Lernfreude der Kinder sollte nicht mit engen Bildungs- und Erziehungszielen erstickt werden. Der Workshop eröffnet spielfreudigen Erwachsenen Spiel- und Bewegungsanregungen für die alltägliche Praxis. Dabei wird der enge Zusammenhang vom Spielen und lustvollen Lernen erfahrbar.
Hans J. Beins, Sportpädagoge, Leiter der Rheinischen Akademie im Förderverein Psychomotorik Bonn, Fachbuchautor, Bonn
2-D Fredrik Vahle, (Universität Gießen), Lollar-Salzböden
"Mit Herz, Hand und Fuß – Bewegende Überlegungen zur leiblichen Beweglichkeit"
Kinder lassen sich durch Bewegung in besonderer Weise anregen. In seinem Workshop zeigt Vahle auf lebendige und vielfältige Art an musikalischen Beispielen aus seiner Kinderliederpraxis, wie man den eigenen Körper und die eigene Stimme als Ausdrucksmittel entdecken kann. Wir können so erfahren, dass es in Hinsicht auf Sprachursprung, Sprachentwicklung und Sprachförderung sinnvoll ist, von Sprache als Bewegungsphänomen, als kommunikativem Tanz, als einer feinmotorischen Bewegungskunst zu reden. Diese geht aus der Gesamtbeweglichkeit des Menschen hervor, die dadurch wiederum eine größere Bedeutung und Würde erhält als im Leistungssport und Fitnesstraining. Für die Entwicklung leiblicher und sprachlich-musikalischer Beweglichkeit sind Herz, Hand und Fuß von besonderer Bedeutung. Diese Thematik wird spielerisch vom „Drachen Fu“ bis zu den „Zauberhänden“ und in ihren gegenseitigen Bezügen dargestellt.
Fredrik Vahle ist Autor, Dozent für Sprache und Bewegung u.a. als apl. Prof. an der Uni Gießen und prägt seit über 30 Jahren als Kinderliedermacher das Neue deutsche Kinderlied, dazu umfangreiche CD- und Bücher-Veröffentlichungen, das Lust auf eigene Bewegung und Beweglichkeit macht, aber auch Impulse aus anderen Bewegungskulturen und Bewegungslehren (u.a. Tai Ji, QiGong und Feldenkrais) aufnimmt. Die praktisch-pädagogische Arbeit mit den Liedern verbindet er in seinen Workshops mit Reflexionen, die in die Erkenntnis münden: „Sprache ist Bewegung“ Zahlreiche Auszeichnungen, Schirmherrschaften, Benefizaktionen, Bundesverdienstkreuz, Lollar-Salzböden
>> Workshops 1 (Freitag, 9.4.2010 - 16.00 – 17.30 Uhr)
>> Workshops 3 (Samstag, 10.4.2010 - 14.00 – 15.30 Uhr)
>> zur Online-Anmeldung
>> Bilder von unserem Spiel-Symposion 2008




















